Kunst ist ein Transportproblem II
Röcklturm, Landshut, Allemagne
10.09 → 09.10.16

Raphael Emine, Florence Lattraye, Raphaelle Serre, Anna Tomaszewski, Mengzhi Zheng
ehemalige Studierende von Prof. Burkard Blümlein, Nizza

Burkard Blümlein ist in Landshut bekannt durch seine Ausstellung „Landshuter Gespräche“ und seine subtilen künstlerischen Eingriffe in der Landshuter „Kunst- und Wunderkammer“.

Im Röcklturm präsentieren sich nun seine ehemaligen Studierenden, alle selbst anerkannte Künstler und über die Welt verstreut. Was ihre Arbeiten verbindet, ist eine besondere Form der Weltbetrachtung sowie die Vorgabe, Arbeiten für die Ausstellung zu entwickeln, die per Post zum Ausstellungsort transportiert werden können. Ob Kunst also ein Transportproblem ist, wird sich in dieser Ausstellung erweisen.

Eine Ausstellung der Neuen Galerie Landshut im Röcklturm

Neue Galerie Landshut
landshuterkunstnacht.de/Roecklturm

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Copyright Text: Stephanie Rilling- Gilles M.A., Landshut und München info@kulturcoach.com

Mengzhi Zheng
Vor einigen Tagen berichtete Arte in einem Beitrag über seine jüngstes Projekt in Lyon, der Umwandlung des Daches eines inmitten gesichtsloser Betonkästen stehenden Parkhauses in einen humanen Ort der Begegnung.

Mengzhi Zheng beschäftigt sich mit der Struktur von Gebäuden, die in spielerisch anmutenden Installationen zwischen Skulptur, Design und Architektur angesiedelt sind. „Verlassene Modelle“ nennt er diese, seine filigranen Objekte aus ausrangierten Verpackungsmaterialien, mit denen er die Phantasie seiner Betrachter anregen will. Sie seien, so der Künstler, immer so konstruiert, dass der Betrachter sie im Geiste begehen könne. Die Arbeiten dieser Ausstellung sind in den letzten zwei Tagen entstanden aus den ihm hier zur Verfügung gestellten Obstkisten und Pappkartons. Auf seinem Weg zum Röcklturm faszinierten den Künstler die bunten Fassaden der Altstadthäuser, so dass er diese Farbenvielfalt als Hommage an die Stadt in seinen Modellen zitiert.

Mengzhi Zhengs Werke sind keine Architekturmodelle im herkömmlichen Sinne, sondern Miniaturen, die einen imaginären Makrokosmos als Mikrokosmos abbilden und in ihrer Entstehungsweise, ihrer Transparenz und sinnlichen Funktionsvorstellung nicht der von Nüchternheit geprägten Rationalität eines Architekten verpflichtet sind. Vielmehr agiert hier der improvisierende Bricoleur.


Mengzhi Zheng © adagp

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